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Sanieren mit Sicherheit – Fördermittel Schritt für Schritt

Energetische Sanierung muss kein Abenteuer sein. Bewährte Förderprogramme, verlässliche Zuschüsse und ein klarer Fahrplan geben Eigentümern die Sicherheit, die sie brauchen.

Familie vor ihrem sanierten Eigenheim mit Solarpanelen

Familie vor ihrem sanierten Eigenheim mit neuer Fassade und Solarpanelen auf dem Dach

Sanieren mit Sicherheit – bewährte Förderprogramme Schritt für Schritt

Energetische Sanierung klingt nach großem Aufwand. Nach Handwerkern, Anträgen, Unsicherheiten. Doch die Wahrheit ist: Mit den richtigen Förderprogrammen und einem verlässlichen Fahrplan wird aus einem vermeintlichen Kraftakt ein planbarer Prozess. Einer, der sich langfristig rechnet und den Sie in Ihrem eigenen Tempo gehen können.

Ein bewährtes System: Die Bundesförderung für effiziente Gebäude

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gibt es nicht erst seit gestern. Das System hat sich über Jahre entwickelt und bietet 2026 einen verlässlichen Rahmen mit klaren Regeln:

  • BAFA-Zuschuss für die Gebäudehülle: 15 % der förderfähigen Kosten für Fassadendämmung, Dachdämmung und Fenstertausch. Mit einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) steigt der Zuschuss auf 20 % – und die Obergrenze verdoppelt sich auf 60.000 € pro Wohneinheit.
  • KfW 458 für Heizung und Solarthermie: 30 % Grundförderung. Wer eine alte Öl- oder Gasheizung ersetzt, erhält bis 2028 den Klimageschwindigkeitsbonus von zusätzlich 20 %.
  • KfW 270 für Photovoltaik: Zinsverbilligter Kredit für PV-Anlagen und Batteriespeicher. Dazu seit 2023: 0 % Umsatzsteuer auf Kauf und Installation.

Das sind keine experimentellen Programme. Das sind etablierte Förderwege mit eingespielten Antragsprozessen.

Schritt für Schritt – nicht alles auf einmal

Einer der größten Vorteile der aktuellen Förderlandschaft: Sie müssen nicht alles gleichzeitig machen. Die Maßnahmen lassen sich über Jahre verteilen:

1. Zuerst: Einen Sanierungsfahrplan (iSFP) erstellen lassen – er kostet wenig, bringt aber dauerhaft höhere Förderung und gibt eine klare Reihenfolge vor.
2. Dann: Die Fassadendämmung angehen, wenn es zeitlich und finanziell passt.
3. Später: Photovoltaik und Batteriespeicher nachrüsten – die Vergütungssätze sind auf 20 Jahre garantiert.
4. Perspektivisch: Wallbox und bidirektionales Laden, wenn das E-Auto kommt.

Jede Maßnahme steht für sich. Jede wird einzeln gefördert. Kein Alles-oder-nichts.

Für Familien: Zusätzliche Sicherheit durch BayernLabo

Familien mit niedrigem bis durchschnittlichem Einkommen können über die BayernLabo ein zinsverbilligtes Darlehen erhalten – bis zu einem Drittel der Gesamtkosten beim Kauf. Die Zinsbindung ist auf 10 oder 15 Jahre wählbar. Der Antrag wird beim Landratsamt eingereicht, noch vor dem Kaufvertrag.

Ergänzend dazu: Der KfW-Ergänzungskredit 358 bietet bei Einkommen unter 90.000 € Zinsen ab 0,01 %. Eine echte Entlastung für die Finanzierung.

Im Mehrparteienhaus: Gemeinsam stärker

In einem Haus mit mehreren Wohneinheiten stehen Ihnen zwei bewährte Wege offen: Maßnahmen wie Fassadendämmung oder eine gemeinsame PV-Anlage können gemeinschaftlich beschlossen und umgesetzt werden. Das ist meist wirtschaftlicher und erhöht die förderfähigen Gesamtkosten.

Ebenso können Sie Teilmaßnahmen für Ihre eigene Einheit in Angriff nehmen – etwa den Fenstertausch oder eine Lüftungsanlage. Wichtig ist nur, sich vorher mit den anderen Eigentümern abzustimmen. Diese Flexibilität schafft Sicherheit, weil niemand zu etwas gedrängt wird.

Die steuerliche Alternative: Ruhig und planbar

Wer es besonders unkompliziert mag: § 35c EStG ermöglicht es, Sanierungskosten über drei Jahre direkt von der Einkommensteuer abzuziehen – bis zu 40.000 € pro Objekt. Kein Energieberater nötig, kein BAFA-Antrag. Nur die Bescheinigung des Fachunternehmens und die Steuererklärung.

Allerdings: Diesen Weg können Sie nicht mit BAFA-Zuschüssen für dieselbe Maßnahme kombinieren. Ihr Steuerberater kennt den günstigeren Weg.

Der wichtigste Grundsatz

Alle Förderanträge müssen vor der Beauftragung der Handwerker gestellt werden. Das ist die eine Regel, die Sie sich merken sollten. Der Rest lässt sich planen, beraten und in Ruhe umsetzen.

Datenstand: Februar 2026


Sie möchten den nächsten Schritt gehen?

Wir begleiten Sie – vom ersten Besichtigungstermin bis zur Frage, welche Sanierung sich wann lohnt. Nicht mit Zeitdruck, sondern mit einem klaren Plan und verlässlichen Partnern an Ihrer Seite.

Als Mitglied der HSG – High Specialised Group – arbeiten wir seit 1994 mit erfahrenen Steuerberatern, Finanzierungspartnern und Energieberatern in Erlangen, Nürnberg, Fürth, Forchheim und den umgebenden Landkreisen zusammen. Sie bekommen nicht nur einen Makler, sondern ein Netzwerk das füreinander einsteht. Kein Formulardschungel – wir begleiten Sie persönlich.