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Modulares Bauen — Finanzierbarkeit für Käufer und Investoren

Erstellt von Hary Stubnya |

Kreditrate unter Miete, halbe Baukosten, optimales Risikogewicht — warum modulares Bauen für Käufer und Investoren ein konkretes Rendite-Thema ist.

Modulares Bauen — Was Käufer und Investoren über die neue Finanzierbarkeit wissen müssen

Wer heute eine Immobilie kauft oder in Wohnraum investiert, will wissen: Was kostet es, was bringt es, wie schnell geht es? Modulares Bauen liefert auf alle drei Fragen eine Antwort, die man vor fünf Jahren so nicht hätte geben können. Seit dem 1. Januar 2025 greifen mit der CRR III neue Regeln für die Bankfinanzierung von Immobilien — und genau hier entsteht ein konkreter Vorteil für standardisierte Modulbauten.

Halbe Baukosten, voller Standard

Serielle Fertigung auf ISO-Normgrößen drückt die Produktionskosten auf 1.200 bis 1.500 EUR pro Quadratmeter. Bei sauberer Kalkulation mit 20 Prozent Marge ergeben sich Verkaufspreise von 1.600 bis 1.900 EUR pro Quadratmeter — rund 50 Prozent unter klassischem Neubau. Was man dafür bekommt: Typengenehmigung, Dreifachverglasung, Photovoltaik, Wärmepumpe, Smart-Home-Steuerung und Echtholzparkett. Kein Abstrichen-Bau, sondern Effizienz durch Serienfertigung.

Kreditrate unter Miete — die entscheidende Zahl

Was das für den konkreten Deal bedeutet, zeigt eine einfache Rechnung. Basis: Bundesbank-Zinssatz Januar 2026, 3,23 Prozent für Wohnungsbaukredite über 10 Jahre Zinsbindung.

TypFlächeKosten (1.500 EUR/m²)Rate/Monat (15 Jahre, 3,23 %)Vergleichsmiete warmDifferenz
Single30 m²45.000 EURca. 350 EURca. 500 EUR-150 EUR/Monat
Single groß55-60 m²82.500-90.000 EURca. 600-660 EURca. 825-900 EUR-200 EUR/Monat
Familie90-100 m²135.000-150.000 EURca. 985-1.095 EURca. 1.350-1.500 EUR-350 EUR/Monat

Der Käufer zahlt 150 bis 350 EUR pro Monat weniger als ein Mieter — und baut dabei Eigentum auf. Nach 15 Jahren: kreditfrei, Eigentümer, Modul im Zweitmarkt verkaufbar oder weiter nutzbar. Die Gesamtersparnis gegenüber Miete über 15 Jahre liegt zwischen 27.000 und 63.000 EUR.

20 Prozent Risikogewicht — was das für Banken und Investoren bedeutet

Die CRR III definiert seit Januar 2025, wie viel Eigenkapital Banken für Immobilienkredite vorhalten müssen. Entscheidend ist der Loan-to-Value — das Verhältnis zwischen Kreditbetrag und Immobilienwert.

Bei modularen Wohneinheiten mit Baukosten von 1.200 bis 1.500 EUR pro Quadratmeter liegt der Loan-to-Value schnell unter 55 Prozent. Das ergibt die niedrigste CRR III-Kategorie für Wohnimmobilien: 20 Prozent Risikogewicht. Für die Bank bedeutet das bei einem Kredit von 1 Million EUR nur 16.000 EUR Eigenkapitalbedarf — statt 36.000 EUR bei einem herkömmlichen Mietobjekt mit 45 Prozent Risikogewicht.

Konkret: Standardisierte Module mit Typengenehmigung und ISO-Normgrößen ermöglichen eine reproduzierbare Bewertung. Kein Einzelgutachten mehr für jede Einheit, sondern Typenbewertung — wie bei einem Neuwagen, dessen Modell und Wert bekannt sind.

Drei Verwertungsoptionen statt Zwangsversteigerung

Bei klassischen Immobilien verliert die Bank bei Zwangsversteigerung 20 bis 40 Prozent des Werts. Bei standardisierten Modulen sieht das anders aus:

Umwandlung in Mietverhältnis: Die ortsübliche Miete ist höher als die Kreditrate — die Bank fährt bei Kreditausfall besser als vorher. Bei einem 30-Quadratmeter-Modul: Kreditrate 350 EUR, ortsübliche Miete 500 EUR — plus 150 EUR pro Monat für die Bank.

Zweitmarkt-Verkauf: Module mit Seriennummer und Digital Twin haben einen standardisierten Restwert. Kein Wertverlust durch Zwangsversteigerung, sondern geordneter Verkauf über die Plattform.

Physische Versetzung: Das Modul wird per Standard-LKW an einen Standort mit höherer Nachfrage gebracht. Kein Leerstand.

Für Investoren und Family Offices entsteht daraus ein neues Asset: Ein laufendes Mietverhältnis auf einem standardisierten Modul mit bekannten Einnahmen, bekanntem Restwert und dokumentiertem Zustand — handelbar, ESG-konform und physisch transferierbar.

Warum das kein Ausfall-Risiko ist

Wer weniger zahlt als ein Mieter, hat keinen ökonomischen Anreiz auszufallen. Die hohe emotionale Bindung an das Eigenheim sorgt für langfristige Kreditverhältnisse und stabile Cashflows. Und falls doch jemand auszieht: Das Modul ist über den Zweitmarkt sofort verwertbar, mit vollständiger Nachverfolgbarkeit durch Digital Twin und Seriennummer.

Der europäische Unterschied

In den USA steckt modulares Bauen in einer Finanzierungsgrauzone. 42 Prozent aller Manufactured Home Loans sind Chattel Loans — mit Zinsen von 7,8 bis 9,7 Prozent statt 3,5 Prozent für eine Hypothek. Kein Pfändungsschutz, keine standardisierte Bewertung, keine europäische Zulassung.

In Europa ist das anders gelöst: Typengenehmigung über DIBt und ETA, standardisierte Bewertung nach CRR III, Hypothekenfähigkeit über den Property Value, BauTurbo seit Oktober 2025, und der Hauptwohnsitz ist pfändungsgeschützt. Nicht das Bauen unterscheidet sich — die Finanzierbarkeit macht den Unterschied.

Was das für Ihren nächsten Deal bedeutet

Drei Zahlen, die zählen: 50 Prozent günstigere Baukosten. 150 bis 350 EUR monatliche Ersparnis gegenüber Miete. 20 Prozent Risikogewicht bei der finanzierenden Bank.

Ob Eigennutzer, Kapitalanleger oder Portfolioaufbau — modulares Bauen verbindet niedrige Einstiegskosten mit hoher Finanzierungssicherheit. Die regulatorischen Rahmenbedingungen stehen seit 2025, die Technik ist erprobt, die Zahlen sprechen für sich.


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Europäischer Geschäftsmann Anfang 50 vor einem modernen Modulgebäude mit Finanzierungsunterlagen in der Hand, deutsches Wohnviertel im Hintergrund
Ein entschlossener europäischer Immobilienprofi steht vor einem modernen Modulgebäude in einem deutschen Wohnviertel. Er hält Finanzierungsunterlagen in der Hand und blickt direkt in die Kamera. Im Hintergrund sind weitere Module zu sehen, die auf Schraubfundamenten montiert sind. Die Szene transportiert Professionalität, Geschwindigkeit und Ergebnisorientierung.